Mit 90 LEADER Projekten ins Finale

12.11.2019

(Irdning, 12.11.2019) Anfang November wurden in der Irdninger Gärtnerei Pranzl in einer Pressekonferenz 9 neue LEADER Projekte vorgestellt, die 2019 umgesetzt oder gestartet wurden.

„2020 endet das aktuelle LEADER-Förderungsprogramm und wir sind natürlich bestrebt, unser zugeteiltes Budget von 3,89 Mio. Euro für die Region komplett auszuschöpfen. Daher haben wir die Fördermittel fast vollständig verplant, glücklicherweise war der Andrang an Projekten von Beginn an immer groß“, so Obmann Albert Holzinger und Geschäftsführerin Barbara Schiefer. 90 Projekte hat der 21-köpfige Vorstand unter seiner Leitung in den letzten Jahren behandelt, 47 davon sind bereits erfolgreich abgeschlossen.

(C) Fotos Martin Huber

Menschen vor der Vorhang: aus der Region - für die Region


„Uns ist es wichtig, jene Menschen vor den Vorhang zu holen, die die Ideen für die Projekte haben und sie dann in die Tat umsetzen. Wir unterstützen sie bestmöglich bei allen notwendigen Antragsunterlagen und Abrechnungen“, so Barbara Schiefer und Brigitte Schierhuber vom LEADER Management. Vorgestellt wurden 9 neu genehmigte Projekte, die 2019 bereits umgesetzt bzw. gestartet wurden.


Mit dem „JAGASteig“ auf der Riesneralm hat Geschäftsführer Erwin Petz und sein Team wieder für einen Überraschungsmoment gesorgt. „Ziel ist ein gutes Miteinander am Berg - von Gästen und Einheimischen, von Jägern, Grundbesitzern, Sportlern und Naturgenießern“, so Erwin Petz. Die vier neu errichteten Hochsitze entlang des JAGASteigs werden tagsüber von Gästen genützt und informieren über Wild und Wald, abends gehören sie den Jägern.

„Die Einkocherei“ widmet sich dem wieder aktuell gewordenen Themenbereich des Einkochens. Nach Jahren der Vergessenheit ist Einkochen und Einrexen wieder angesagt. „Die Einkocherei“ bietet ein feines Produktsortiment an, das in Handarbeit und ausschließlich mit natürlichen Zutaten, ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker hergestellt wird. Zugeliefert wird von Partnern und Landwirten aus der Region, aber auch aus dem Eigenanbau. In der Produktionsküche werden je nach Jahreszeit die heimischen Obst- und Gemüsesorten eingerext, eingekocht und eingelegt. Verkauft wird im eigenen Verkaufsladen, verschiedenen Geschäften und Wochenmärkten in der Region, wie etwa jeden Freitag bei einem „Markttag“ in der Gärtnerei Pranzl in Irdning.


„Zeitfenster“ werden 2020 in der Gemeinde Ramsau am Dachtein entstehen. Sie sollen den Blick auf die Veränderungen in der Landschaft, aber auch in der Gesellschaft lenken. Neben einer Sonderausstellung im Museum „Zeitroas“ sollen über das Gemeindegebiet verteilt Holzrahmen als sogenannte „Zeitfenster“ aufgestellt werden, welche den Vergleich „vorher-nachher“ aufgrund alter Fotos mit erklärendem Begleittext direkt möglich machen. Das Projekt soll dazu beitragen, dass das Vergangene nicht vergessen wird und das Wissen über Generationen nicht verloren geht.


Die besondere Baukultur steht im Mittelpunkt der Ausstellung „BauArt“ im Ausseer Kammerhofmuseum. Mit der Einrichtung einer Dauerausstellung, welche die historische Entwicklung der regionalen Baukultur vom karantanischen Bauernhaus über die Sommerfrischevillen bis zum rezenten „Ausseerhaus“ auf ansprechende Weise zeigt, will der Museumsverein Öffentlichkeitsarbeit leisten – für die Wertschätzung der traditionellen Bauweise und ihre Vorbildwirkung für Neubauten.

Der Naturpark Sölktäler ist ein wichtiger Lebensraum für das Birkhuhn. Das Birkhuhn ist als Natura 2000 Schutzgut der Niederen Tauern hier ein wesentlicher Leitvogel und eine Leitart des Naturparkes, die dafür optimalen Lebensräume sind bewirtschaftete, beweidete Almflächen. Diese sind jedoch zunehmend bedroht, weil der Arbeitsaufwand auf den Almen hoch, die Wertschöpfung jedoch gering ist. Ziele des Projekts sind daher unterstützende Maßnahmen zum Erhalt der alpinen Weideflächen und deren Renaturierung zur Optimierung des Lebensraumes für die Leitart Birkhuhn. Weidetiere (insbesondere Schafe) werden mit GPS-Sendern versehen, die die Positionen der Weidetiere wiedergeben. Dazu sollen erste Versuche die für die Region passenden Geräte liefern können. Das Projekt wird in Kooperation mit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein umgesetzt.


In den letzten 3 Jahren hat sich das „Singspiel“ der Marktgemeinde Öblarn in Kooperation mit dem Kunst- und Kulturhaus KUL Öblarn von einem Versuch zu einem „Renner“ unter den musikbegeisterten Kindern und Jugendlichen in der Region entwickelt. Von anfangs knapp 20 stieg die Zahl der Teilnehmer im Jahr 2019 auf über 50. 2020 und 2021 wird wieder jeweils ein komplett neues Musical von den Teilnehmern erarbeitet - von der Idee, den Themen, dem Drehbuch bis hin zur Liedauswahl. Die Erfahrungen aus den ersten drei Jahren werden nun weiter professionalisiert, die Jugendlichen noch stärker in das Geschehen eingebunden.


In Bad Mitterndorf kann man sich nun auf eine „Tour de Kur“ begeben. Die „Tour de Kur“ verbindet auf einer Länge von 8 km bereits vorhandene Angebote und macht diese als gemeinsames Erlebnis sichtbar. Die „Tour de Kur“ ermöglicht eine Verbindung zwischen dem traditionellen Ortszentrum von Bad Mitterndorf und den südlich gelegenen Angeboten und Erlebnisorten, wie: Lobenstockdenkmal und Lusthaus, Gradieranlage, Park für Bewegung und Gesundheit, Barfußweg bis hin zum Salzastausee. Teilweise isolierte und vielleicht zu wenig bekannte Angebote und Orte werden durch einen gemeinsamen Rahmen bekannter gemacht.

 
Die Stadtgemeinde Bad Aussee ist Kurstadt und bildet auch den geographischen Mittelpunkt Österreichs, Bad Aussee lebt aber auch das Prädikat „Trachtenhauptstadt“. Heutzutage stellen Einkaufszentren, welche ein großes Angebot und genügend Parkplätze zur Verfügung haben, eine große Konkurrenz für die Innenstadtgeschäfte dar. Innenstadtgeschäfte sind jedoch einer der Hauptfrequenzbringer für Städte, deshalb soll ihre Erhaltung unbedingt forciert werden. Daher hat sich das Stadtmarketing Bad Aussee zur Aufgabe gemacht, eine gemeinsame Einkaufsfibel zu erstellen.

 
An der NMS Gröbming kann in Zukunft auch im Freien gelernt werden. Die Errichtung eines „grünen Klassenzimmer“ soll Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte als „dritter Pädagoge“ unterstützen.


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